Kooperationsprojekte

Münsterland Initiative Unternehmerin

In Zusammenarbeit mit der Münsterland Initiative Unternehmerin untersucht das FFP den Zusammenhang von Selbstständigkeit und Vereinbarkeit von Beruf und Familie

„Gender gap“ – ein immer noch präsentes Problem, auch im Bereich der Unternehmensgründung. Studierendenbefragungen zeigen jedoch, dass die Gründungsbereitschaft in zunehmend gleichem Ausmaß bei Männern und Frauen vorhanden ist. Den letztlichen Schritt zur Gründung wagen aber noch immer vor allem die Männer.

Mitverantwortlich für die geringe Zahl an Gründerinnen sind dabei familienbezogene Aspekte, denn die Unterbrechung der Erwerbstätigkeit aus Gründen der Kindeserziehung führt zu einer geringeren Ausstattung der Frau mit gründungsrelevanten Humankapital. Andererseits jedoch bietet der Schritt in die berufliche Selbständigkeit im Vergleich zur Ausübung einer abhängigen Beschäftigung größere Flexibilisierungsmöglichkeiten zur Gestaltung der Vereinbarkeit. Die Verflechtung von Gründungsneigung und Kinderwunsch bzw. Erziehungspflichten war Gegenstand einer breit angelegten Untersuchung an der Westfälischen Wilhelms-Universität.

Im Mittelpunkt des Projekts standen u.a. folgende Fragen:

  • Wie groß ist das Gründerinnenpotenzial an der Universität Münster?
  • Welchen Einfluss übt der Kinderwunsch auf das Gründerinnenpotenzial aus?
  • Nehmen Studentinnen die berufliche Selbständigkeit als Option wahr und in diesem Zusammenhang auch die Frage, ob Studentinnen die berufliche Selbständigkeit als Strategie zur Vereinbarung von Familie und Beruf wahrnehmen.
  • Wie beurteilen gründungsinteressierte Studentinnen das Entrepreneurship-Angebot an der Universität und welche Veränderungen wünschen sie?
  • Welche Motive und Hindernisse werden von den Studentinnen genannt?

Einen Überblick über die Forschung in diesem Bereich liefert das im Rahmen dieses Projektes entstandene Arbeitspapier Nr. 6 / 2010 des FFP. Außerdem wurde eine Befragung von Studentinnen an der Westfälischen-Wilhelms-Universität durchgeführt. Deren Ergebnisse werden noch 2011 im Rahmen eines Arbeitspapieres veröffentlicht.

Familienbewusstsein von Basler und Zürcher Unternehmen

Das FFP untersuchte im Jahr 2010 das Familienbewusstsein von Unternehmen in den schweizer Kantonen Basel-Stadt und Zürich

Dem Thema familienbewusste Personalpolitik wird in der Schweiz auf politischer Ebene derzeit eine steigende Bedeutung zugemessen. Als Folge dessen haben die Fachstellen für Gleichstellung der Kantone Basel-Stadt und Zürich das FFP damit beauftragt, eine Messung des Familienbewusstseins der Unternehmen in ihren Kantonen durchzuführen. Diese wurde im September 2009 anhand einer repräsentativen Befragung von 850 Geschäftsführern und Personalverantwortlichen umgesetzt.

Das Projekt, das im Juli 2009 begann, verfolgte mehrere Zielsetzungen. Durch die Messung des Familienbewusstseins mit Hilfe eines Indexwertes soll im Bereich des betrieblichen Familienbewusstseins für die Schweiz erstmals ein Benchmarking ermöglicht werden. Zudem soll ein kontinuierliches Monitoring erfolgen. Hierzu ist nach Ablauf von zwei Jahren eine Replikationsstudie geplant, die die Entwicklungslinie des betrieblichen Familienbewusstseins aufzeigt. Weiterhin sollen anhand der Studie Faktoren extrahiert werden, die das Ausmaß des Familienbewusstseins von Unternehmen in der Schweiz maßgeblich beeinflussen.

Der berufundfamilie-Index wurde in diesem Forschungsprojekt erstmals an einen nicht-deutschen Kontext angepasst und im Ausland angewendet. Die Übertragung des berufundfamilie-Indexes auf die Schweiz eröffnet einerseits einen Vergleich der Ergebnisse der deutschen Befragung mit denen dieser Studie und andererseits die Möglichkeit, seine Eignung als Beratungsinstrument der Familienpolitik in einem anderen politischen und gesellschaftlichen Umfeld zu überprüfen.

Die Ergebnisse der Befragung wurden zwischenzeitlich ausgewertet und im Februar 2010 der Öffentlichkeit vorgestellt.

Ergebnisse der Befragung der Zürcher Unternehmen
Projektbericht mit den ausführlichen Ergebnissen

Ihre Ansprechpartnerin:
Inga Laß M.A.